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 Die Rückkehr von Rouvena

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Envinyatar

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Sa 29 Mai 2010 - 2:09

Die Schotten und ihre Röcke, dachte Envi schmunzelnd als er den Erklärungen Rouvena's lauschte. Allerdings trat ein leichtes Entsetzen in sein Gesicht als sein Sohn fragte ob auch er einen Kilt bekommen würde. Ein Nachfahre der Dúnedain in einem Rock ? In seiner Heimat würde man sich sicherlich vor Lachen auf dem Boden wälzen. Doch schon wurde Envi aus diesen Gedanken gerissen als ihn Rouvena nach dem Weg fragte.

Erst einmal zurück in die Stadt, entgegnete er ihr und deutete auf das stattliche Bauwerk, dass sich von den ganzen Häusern der Stadt etwas hervorhob. Siehst du die Zinnen dort ?, fragte er sie, Dort ist die Burg der Königin. Ich hoffe, sie kann uns auch gleich empfangen. Im Anschluss müssen wir dann auf den Markt ..., bevor er zu Ende sprechen konnte unterbrach ihn Tarciryan strahlend: Papa... neues Pferd haben wollen ..., Envi musste lachen. Tarciryan wusste sehr genau wo er sein kleines Holzpferd bekommen hatte. Nun gut Tarciryan, weisst du auch noch den Weg zum Markt ?, fragte er nun den kleinen Jungen, griff mit seinen Händen unter die Arme des Jungen um ihn anschliessend auf seine Schultern zu setzen.

Aye da lang ... rief das Kind vergnügt und deutete in die richtige Richtung. Auf den Schultern seines Vaters schien es Tarciryan zu gefallen. Wo war ich stehen geblieben ?, Envi sah fragend Rouvena an als es ihm wieder einfiel. Also auf dem Markt müssen wir dann einiges besorgen und ich vermute du hättest gerne einen guten neuen Besen. Was benötigst du noch alles mein Abendstern ?

Sie sprachen nun über alles was sie in den nächsten Tagen zu tun hätten während sie sich immer weiter der Burg näherten.

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Rouvena

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Sa 29 Mai 2010 - 21:42

Die Vorstellung ....Tarciryan in einem Kilt zu sehen..., Rouvena verkniff sich ein Lachen beim leichten Entsetzen in Envis Augen. Dabei, dabei war doch sein eigenes Gewand selbst einem Kleid nicht unähnlich. Sie erinnerte sich an diesen ersten Tag im Rosenhaus als er das Elbische Kleidungstück trug ...wenn er denn überhaupt etwas trug und der Gedanke daran färbte ihre Wangen. Twas wie Sehnsucht stieg in ihr auf Sehsucht dieses Glück der ersten Tage erneut zu erleben, doch kaum waren ihre Gedanken soweit gediehen schob sich ein anders Bild vor ihre Augen. Gierige Hände die nach ihr griffen und.... Kaum merklich zuckte sie zusammen, zwang die Erinnerung zurück.

Ihr Blick folgte seiner Hand die auf eine Burg wies , sie konzentrierte sich auf die Worte des Liebsten auf das Geplänkel zwischen Vater und Sohn und der Druck lies nach verflüchtigte sich. Langsam näherte sie sich den beiden, Tarciryan schien es auf Envis Schultern mehr als gut zu gefallen.

Mein Sohn, du wirst nicht jedesmal ein neues Pferd, oder etwas anderes bekommen nur weil wir auf den Markt gehn, ermahnte sie ihn mit liebevoller Strenge in der Stimme und der Kleine seufzte und nickte, schickte aber gleichzeitig einen hoffnungsvollen Blick zu seinem Vater.

Einen oder zwei Besen ja, Eimer oder Tröge, reichlich Tücher, dazu Bürsten und Seife. Das dürfte erst einmal das wichtigste sein das ich brauche. Später kommen andere Dinge dazu, Stoffe für die fenster, dann Gartengeräte aber das alles hat Zeit. Zuerst einmal muss gründlich gesäubert werden.

Über all dem Planen und reden hatten sie nun die Burg fast erreicht.
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Envinyatar

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 15 Jun 2010 - 16:09

Tarciryan war von den Worten seiner Mutter alles andere als begeistert und als Envi zu ihm hoch sah erblickte er in die hoffnungsvollen Augen seines Sohnes. Leise flüsterte er ihm zu: Sobald wir bei der Königin waren führst du uns zum Markplatz und als Belohnung bekommst du dann noch ein kleines Holzpferd. Was hälst du davon ? Und schon grinste das Kind wieder begeistert und verwechselte wohl seinen Papa mit einem Reitpferd da er nun glücklich auf den Schultern seines Vaters herum hopste.

Rouvena sprach auf dem Weg zur Burg über all die Dinge, die sie nun in dern ersten Zeit benögiten würde. Auch wenn das Haus und der Garten in ihrer Phantasie schon erblühte und strahlte, bis dahin hätten sie wirklich noch viel Arbeit. Doch nun hatten sie erst die Burg erreicht und Envi sprach mit den Wachen am grossen Tor damit man sie einlassen würde. Tarciryan sah sich die etwas grimmig aussenden Wachen sehr genau an und sagte plötzlich: Königin besuchen wollen ... bitte. Der Wachhabende grinste den kleinen Jungen an und sagte, Ja, das darfst du auch. Weisst du denn schon was man tun muss wenn man die Königin besucht ?, Tarciryan sah zuerst den Wachposten fragend an und dann seinen Vater. Envi sagte leise zu ihm, dass er sich vor der Königin verneigen müsste worauf der Junge breit grinsend der Wache antwortete: Verneigen ... brav sein ...

Lachend liess man nun Envi, Rouvena und den kleinen Jungen passieren und sie gingen durch den Burghof hindurch. Am grossen Tor zum Thronsaal begrüsste die Wache Envi freundlich und öffnete ihm die Tür: Mylady wird erfreut sein Euch wieder zu sehen Dúnedain, sagte der Posten freundlich und sie schritten durch die Tür. Der Thronsaal war ein weiter, offener Raum, unterteilt durch massive Steinsäulen in denen zum Teil keltische Symbole eingeschlagen waren und überall hingen oder lagen grosse Felle von Tieren, die man im Laufe der vielen Jahre erlegt hatte. Verschiedene Waffen hingen an den Wände, Fackeln brannten in Nischen und mehrere Banner zierten den Raum, in den durch die kleinen Fenster auf einer Seite die Sonne herein schien. Die Königin stand mit ihren Beratern an einem der Tische in der Nähe des Thrones und sie schienen alle in ein Gespräch vertieft zu sein.

Envi nahm Tarciryan von seinen Schulter und nahm ihn an die Hand. Leise sagte er zu ihm: Nun müssen wir warten bis die Königin für uns Zeit hat und bis dahin ganz leise sein. Der Junge nickte und blieb ruhig neben seinem Vater stehen.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 15 Jun 2010 - 17:01

etwas abwesend lächelnd verfolgte Rouvena das kurze Intermezzo zwischen Tarciryan und den Wachen. Vor ihren Augen formte sich , einer Vision gleich ein anderes Bild. Die weisse Stadt im Sonnenschein, die Tore weit geöffnet für die Heimkehr des Königs und seiner Familie. Eines Tages würde es soweit sein und noch war sie sich nicht klar darüber ob sie diesen Tag herbeisehnte oder ihn fürchtete.

Sie schüttelte die Bilder ab während sie über den Burghof gingen. Überrascht beinah sah sie aus als die Wachen vor dem Thronsaal Envi begrüssten, scheinbar war er bestens bekannt hier. Sie selber dagegen fühlte sich ein wenig unsicher, nicht alle Tage begnete man einem Herrscher. So war sie denn auch dankbar für den kleinen Aufschub den sie erhielt, weil die Königin noch im Gespräch war, und der ihr Gelegenheit gab sich etwas umzusehen. Das leicht kriegerisch anmutende Dekor des grossen Saales erinnerte sie ein wenig an Tara, interessiert betrachtete sie die Banner an den Wänden, in denen sie die Handschrift ihres Mannes erkannte. Nur er machte diese Banner mit soviel Ausdrucksstärke.

Auch Tarciryan der kleine Wildfang erstaunte sie. Er zeigte sich nicht im mindesten beeindruckt, wusste aber genau wie er sich zu benehmen hatte, denn er stand ruhig an der Hand seines Vaters. Auch Rouvenas Hand stahl sich nun leicht zitternd in die Hand ihres Mannes, während sie wrteten bis sie an der Reihe waren.
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mo 28 Jun 2010 - 21:25

Nach einer Weile bemerkte die Königin Envi und seine Familie, die immer noch mit gebührendem Abstand still in der grossen Halle standen. Sie nickte ihren Beratern zu, worauf sie sich verneigend zurück zogen und die Königin lächelte nun Envi zu und winkte ihn zu sich. Er warf zuerst Rouvena einen liebevollen Blick zu worauf sie kurz seine Hand drückte, sie sogleich aber wieder los lies und dann seinem Sohn, dessen Hand er seiner Mutter übergab. Bleibe brav bei deiner Mama Tarciryan, flüsterte er ihm leise zu und ging einige Schritte auf die Königin zu. Mae Govannen MyLady, sagte er mit dem gebührenden Respekt, hielt seine rechte Hand auf die Brust und verneigte sich vor ihr. Die Königin kam auf ihn zu, Ich grüsse Euch mein Freund aus den fernen Landen. Sie sah über seine Schulter und fragte ihn sogleich, Wen habt Ihr mitgebracht Envinyatar ? Ich dachte immer, ich würde alle meine Untertanen kennen aber diese Frau und ihr Kind sind mir fremd.

Envi erhob sich wieder und sprach, MyLady, ich möchte Euch meine geliebte Frau Rouvena und meinen Sohn Tarciryan vorstellen. Sie waren der Grund weshalb ich nun lange Zeit auf Reisen war ... auf der Suche nach den beiden Menschen, die mir alles bedeuten. Als ich in Euer Reich kam hatte ich keine Hoffnung mehr sie jemals lebend wieder zu finden, doch das Schicksal meinte es gut mit mir. Gestern fand ich meine Frau durch Zufall wieder als sie durch Eure Stadt lief. Ohne das wir beide davon wussten lebten wir wohl schon einige Zeit in Eurem Reich MyLady.

Königin Nata lächelte wohlwollend zu Rouvena und dem kleinen Jungen. Ich muss gestehen Envinyatar, ich hatte Euch immer für einen Einsiedler gehalten, der keinerlei Interesse hätte eine Familie zu gründen, doch ich habe mich wohl getäuscht. Und ich vermute Euer unerwarteter Besuch ist nicht nur deshalb, damit Ihr mir Eure Frau und Euren Sohn vorstellen könnt, ich vermute Eure Bannerschmiede ist nicht der richtige Ort um dort mit einem Kind zu leben. Nata blickte dem Dúnedain in die Augen und Envi wurde verlegen.

Ihr ... Ihr vermutet richtig MyLady, und um es gleich auf den Punkt zu bringen, wir ... ich ... ähm... wir haben da ein leerstehendes Haus im Auge um das ich Euch gerne bitten möchte. Es liegt am Weg in die nördlichen Highlands und soweit ich in Erfahrung bringen konnte steht es schon lange leer. Mit Eurer Erlaubnis würden wir dort gerne leben, Rouvena möchte das Land um das Haus bestellen und wir könnten Euch dadurch den nötigen Tri...

Nata sah ihn plötzlich mit einem strengen Blick an und sagt, Nein Envinyatar, kein Tribut für das Haus. Dank Euch habe ich die schönste Halle weithin in den schottischen Ländereien und viele Lords beneiden mich darum, dies ist Tribut genug. Ihr sollt das Haus erhalten, seht es als mein Geschenk für Eure Familie an. Ihr habt dort eh noch genügend Arbeit bis es bewohnbar ist da es schon seit über 10 Jahren leer steht. Und damit ihr es sehr bald beziehen könnt werde ich ein paar meiner Getreuen anweisen Euch zur Seite zu stehen.
Sie nickte Envi wieder lächelnd zu und ging nun zu Rouvena und dem Jungen. Tarciryan verneigte sich vorbildlich, wie er es bei seinem Vater gesehen hatte vor der Königin und sagte leise MyLady.

Auch Rouvena zollte der Königin ihren Respekt, doch sie sprach zuerst den Jungen an. Du hast einen schönen Namen wenn auch für mein Reich ungewöhnlich. Tarciryan ... es kommt mir fast vor als wäre er aus der gleichen Sprache wie der Name deines Vaters. Der Junge sah die Königin mit grossen Augen an und blickte dann Hilfe suchend zu seinem Vater. Ihr vermutet wiederum richtig MyLady, sagte Envi, sein Name stammt aus einer sehr alten Sprache aus meiner wahren Heimat. Die Königin wandte sich wieder Envi zu und sagte schmunzelnd, Ihr müsst mir unbedingt mal wieder aus Eurer Heimat erzählen Envinyatar, all Eure Geschichten von dort faszinieren mich sehr. Dann wandte sie sich erneut dem Jungen zu, Ich freue mich dich kennen zu lernen Tarciryan und hoffe du wirst eines Tages auch ein stolzer und weiser Mann werden wie dein Vater einer ist ... und an Rouvena gewandt ... ich freue mich umso mehr zu wissen, dass einer meiner treuesten Untertan eine geliebte Frau sein Eigen nennen kann und ich heisse Euch in meinem Reich willkommen. Das Land rund um das Haus gehört mir und Ihr könnt soviel davon bewirtschaften wie Ihr möchtet Rouvena. Von meinem Turmzimmer aus sehe ich seit Jahren auf diesen Flecken Erde und es betrübt mich immer das niemand dort leben wollte aber nun freue ich mich darauf das es sehr bald wohl wieder erstrahlen wird. Einst lebte dort einer meiner liebsten Basen aber sie wollte nicht mehr auf dem Land leben und es zog sie hinfort, wohin weiss ich nicht, ich habe nie wieder etwas von ihr gehört. Nun denn ... lasst es mich wissen was Ihr benötigt um diesem Haus wieder Glanz zu verleihen denn ich stehe tief in der Schuld Eures Mannes.

MyLady, das können wir doch ..., doch Envi konnte seinen Satz nicht zu Ende bringen als ihn die Königin erneut unterbrach. Schweigt nun Envinyatar, ich freue mich das Ihr nicht mehr alleine seid und Euch für dieses Haus entschieden habt. Ich hoffe jedoch Ihr gebt Eure Schmiede in der Stadt deshalb nicht auf, ich habe noch einige Aufträge für Euch Meister. Envi verneigte sich erneut vor ihr und sagte leise, Aye MyLady, Euer Wunsch ist mir Befehl und wir danken Euch sehr für Eure Grosszügigkeit. Seid Euch gewiss, dass wir dieses Haus in Ehren halten werden.

Die Königin wandte sich von den dreien ab und ging auf ihren Thron zu, kurz davor drehte sie sich noch einmal um und lächelte die nun glückliche Familie wohlwollend an. Als sie den Blick von Tarciryan bemerkte zwinkerte sie ihm lächelnd zu und der Junge begann über beide Wangen hinweg zu grinsen. Leise lachend ging Nata an ihrem Thron vorbei auf ihre Gemächer zu. Ganz der Vater, schmunzelte sie vor sich hin.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 29 Jun 2010 - 0:48

Etwas nervös war Rouvenas Lächeln, mit dem sie das ihres Mannes erwiderte, kurz und zittrig der Händedruck und schon spürte sie die kleine, warme Hand des Sohnes ruhig in ihrer. Äusserlich ruhig folgte ihr Blick dem geliebten Mann, der auf einen Wink der Königin auf diese zuging und sich verneigte.

Langsam trat sie einen Schritt vor nachdem Envi seine kleine Familie vorgestellt hatte, verneigte sich ererbietig vor der Herrscherin, und verfolgte dann die Unterhaltung mit leisem Staunen, verriet diese doch bei allem Respekt eine gewisse, selbstverständliche Vertrautheit, die man bei Freunden findet. Doch war es wirklich so verwunderlich, diese respektvolle, jedoch keinesfalls unterwürfige Unterhaltung? Auch Envi war in seinem Land ein König, gewohnt zu herrschen und die Geschicke seines Volkes zu lenken. Kurz überlegte sie ob sie jemals diesen Grad der Selbstverständlichkeit erreichen würde, jemals in der Lage sein würde an seiner Seite zu bestehen.

Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen als Königin Nata nun auf sie zukam und Tarciryian sich korrekt verneigte. stolz sah sie auf den Sohn der in seiner Gestik so sehr seinem Vater glich. Röte kroch ihr in die Wangen als die Königin sie nun ansprach. Noch einmal verneigte sie sich bevor sie antwortete.

Ich danke euch Hoheit, für euer herzliches Willkommen. Es waren etwas ...unschöne Ereignisse die mich von meinem Mann trennten, umso glücklicher bin ich das uns das Schicksal hier wieder zusamenführte.

Ein kurzer, sehr liebevoller Blick traf den Liebsten.

Auch möchte ich euch danken das wir dieses Haus bewohnen dürfen, und ich verspreche das es euch schon bald einen angenehmeren Anblick bieten wird.

Ein glückliches Leuchten stand in ihren Augen als sie nun in einen Hofknicks sank als die Königin sich nun verabschiedete und sich abwandte um ihre Gemächer aufzusuchen.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 29 Jun 2010 - 12:16

Kaum war Nata in ihren Gemächer verschwunden als der kleine Junge, immer noch breit grinsend, zu seinem Vater hoch sah und strahlend verkündete, Königin ist lieb. Er streckt die kleinen Arme seinem Vater entgegen, der ihn lachend wieder auf seinen Arm hob. Aye mein Sohn, sie ist eine sehr liebe Königin, gütig und dennoch für ihr recht junges Alter schon sehr weise und regiert ihr Volk gut. Envi sah in die glücklichen Augen seiner geliebten Frau als ein Diener auf sie zu kam.

Meister Envinyatar, die Königin wiess mich an Euch zu Eurem Haus zu begleiten um die Lage dort in Augenschein zu nehmen. Würdet Ihr mir nun bitte folgen ? Und nach einer kleinen Verbeugung ging er zur grossen Tür der Halle und öffnete sie. Ein bisschen verwirrt über das schnelle Handeln seiner Königin nahm Envi Rouvena an die Hand und sie folgten dem Diener. Papa ... Markt ... Holzpferd ... kam es etwas protestierend aus dem Mund des Jungen. Envi legte einen Finger auf seinen Lippen um Tarciryan stumm zu sagen, dass er sich noch etwas gedulden müsste. Dann wandte er sich an den Diener der Königin, Sagt mir McRyan, weshalb liegt der Königin derartig viel an diesem Haus ? Sicherlich doch nicht nur weil eine ihrer Basen dort einst lebte.

McRyan grinste bevor er Envi antworte und sie schon auf dem Weg zum grossen Burgtor waren. Unsere Königin wurde in diesem Haus geboren. Ihr Vater war der Bruder des Königs von einst. Er war aber kein guter König und das Volk hätte lieber den Vater unserer geliebten Königin an seiner Stelle gesehen. Sein Bruder war ein habgieriger Mann und obwohl nur der Zweitgeborene riss er die Krone an sich als der Vater der beiden starb. Königin Natas Vater war ein ruhiger Mann, weise und gütig wie seine Tochter. Eines Tages ritt er mit dem Heer aus und kehrte nie zurück, Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass niemand sehr darüber traurig war. Unsere Königin bezeichnet ihre Base zwar als eine geliebte aber das war sie mit Sicherheit nicht. Alle aus der Linie ihres Onkels sind keine guten Menschen und dennoch ist sie hocherfreut, dass Ihr Meister dieses Haus haben wollt. Ich wurde angewiesen Euch mit allen Mitteln zu unterstützen und sobald ich von dieser Inspektion zurück gekehrt bin werde ich sofort Frauen und Handwerker dorthin entsenden.

Envi sah ihn mit grossen Augen an und sagte, Aber McRyan ... wir wollten ... , doch McRyan unterbrach ihn sofort mit einer Geste. Ihr kennt doch unsere Königin Meister, Euer Wohl liegt ihr sehr am Herzen und Ihr konntet ihr mit nichts eine grössere Freude bereiten. Nehmt es dankbar hin und werdet dort glücklich ... mit Eurer Frau und Eurem Sohn. Mit einem Augenzwinkern ging nun McRyan durch das Burgtor voran. Er gehörte zu einem der ältesten Clans in der Stadt und war schon in die Jahre gekommen. Auch wenn er sich vollens in den Dienst der Königin gestellt hatte trug er noch immer seine eigenen Clanfarben, die sich in seinem Kilt wiederspiegelten. Glucksend flüsterte Tarciryan seinem Papa ins Ohr, Mann hat auch Rock an ..., der Junge hielt sich beide Händchen vor den Mund und seine Augen lachten. Envi grinste und begann seinem Sohn und auch Rouvena auf dem Weg aus der Stadt hinaus etwas über seinen Freund McRyan zu erzählen.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 29 Jun 2010 - 19:58

Es war entschieden, das Haus in welches sie sich gleich beim ersten Anblick verliebt hatte, würde das ihre sein, ein zuhause in dem Wunden langsam verheilen konnten, in dem sie wieder zu einer wirklichen Familie zusammenwachsen konnten. Ihr leuchtender Blick versank in seinem und beinah schon hätte sie ihre beiden Männer liebevoll umarmt, näherte sich ihr Mund dem seinen, als ein Diener die Szene unterbrach.

Errötend trat sie einen Schritt zurück, grüsste den Mann höflich und folgte, immer noch ein wenig verwirrt dem Gespräch.
Ebenso wie Envi wollte sie widersprechen, wollte erklären das sie doch sehr gut selber alles herrichten konnten und schwieg dann doch. Konnten sie ein derartiges Angebot ablehnen? Wohl kaum wenn der jungen Herrscherin soviel daran lag.
Dennoch ....etwas gab es und das musste sie dem Diener....ihr schien es eher als sei er weniger Diener als Vertrauter ihrer Majestät...noch sagen.

Sir ich....ich danke ihrer Majestät für ihre Hilfe was die Instandsetzung und Reinigung des Hauses angeht und wir nehmen dieses Angebot mit Freuden an. Doch bitte, den Garten und das Land rund um das Anwesen....das möchte ich selber und allein tun.

Sie lächelte Tarciryan zu der schon protestieren wollte und nickte. Du darfst mir schon helfen Schatz und dein Papa auch wenn er möchte. Ihr Blick ging bittend zum Diener der Königin zurück, Würdet ihr das bitte ihrer Majestät mitteilen?
selber vermochte sie nicht zu erklären warum ihr gerade der Garten und die Wiesenflächen so wichtg waren, so konnte sie nur hoffen, das die Königin verstand und nicht böse wurde.

Ihre Hand in der der geliebten Mannes, folgte sie nun an seiner Seite dem Mann im Kilt, schmunzelte leicht bei der Bemerkung des Sohnes und hörte zu was der Liebste über ihn erzählte.
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Do 1 Jul 2010 - 19:46

Kurze Zeit darauf waren sie auch schon wieder bei dem Haus angelangt, dass ihnen die Königin überlassen hatte. McRyan besah sich als erstes das kleine Gartentor und als er es etwas heftiger in die Hand nahm fiel es auseinander. Gleich darauf zog er ein Pergament aus seiner Ledertasche und notierte sich sofort das Gartentor. Als er nun auch das hohe Gras erblickte wandte er sich an Rouvena: Seid Ihr Euch wirklich sicher, dass Ihr den Garten alleine herrichten wollt ? Ich würde Euch anbieten erst einmal das Gras mähen zu lassen danach habt Ihr sicherlich einen besseren Überblick.

Envi sah zu seiner Rouvena, er hätte nichts dagegen wenn hier alles erst einmal kürzer wäre aber das musste sie entscheiden. Nach einem ausführlichen Rundgang durch das Haus, worauf die Liste von McRyan immer länger und länger wurde verabschiedete sich der alter Schotte. Ich werde sofort alles veranlassen Meister Envinyatar, doch nun solltet Ihr Euch in Eure Schmiede begeben und ein paar Dinge packen für die nächsten Tage. Es ist der ausdrückliche Wunsch der Königin, dass Ihr bis zur Fertigstellung Eures neuen Hauses im Gästehaus der Burg lebt. Bei Sonnenuntergang wird ein Wagen bei Euch sein und Euch zur Burg bringen.

Envi wusste nicht was er nun sagen sollte und stotterte ein leise Habt.... habt dank ...
Nicht mir müsst ihr danken Meister Envinyatar, schmunzelte der alte Schotte, die Königin hält sehr viel von Euch und schätzt Euch sehr. Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen Ihr seid selbst von edlem Blut. Euer Benehmen spricht zumindest dafür wenn auch nicht Eure Erscheinung. Männer wie Euch findet man nur selten, er sah nun Rouvena an, bewahrt diesen Mann gut junge Frau. Er nickte beiden noch einmal zu und zwinkerte Tarciryan zu, der daraufhin sofort wieder begann zu lachen. Mit eilenden Schritten kehrte der alte Schotte zurück zur Burg.

Envi holte tief Luft. Beinahe wäre er wohl erkannt worden, zumindest schien McRyan zu ahnen, dass etwas nicht mit diesem Waldläufer stimmten konnte. War es denn wirklich dermassen offensichtlich, dass er kein gewöhnlicher, sterbender Mensch ist ? Sicher, seine Banner waren anders als in die schottischen Ebenen üblich. Alles was er einst von den Elben gelernt hatte kam ihm dabei zugute. Aber bislang konnte er es immer noch als ein besonderes Talent hinstellen, dass er glücklicherweise besass. Sein Blick fiel auf Rouvena und leise sagte er zu ihr, Nun ... dann wird es wohl Zeit das auch wir aufbrechen und packen.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Fr 2 Jul 2010 - 3:11

Erneut standen sie vor dem Haus und erneut verfiel Rouvena dem Zauber ihrer Träume. Hier nun würden sie wieder zusammenwachsen, das vollenden was im Rosenhaus begann, endlich die Familie sein können die sie immer hatten sein wollen.

Noch immer überrascht über die unvermutete Hilfe die ihnen zuteil wurde beobachtete sie das Tun des Herrn McRyan, zuckte leicht zusammen als dieser sie ansprach.
Ihr habt sicherlich recht Sir, wenn das Gras geschnitten ist wird es um einiges leichter sein. so nehmen ich euer Angebot gern an. gab sie leise Antwort, folgte dann schweigend ins Haus und dann wurden ihre Augen immer grösser.
Ins Gästehaus sollten sie ziehen? Die Königin musste wirklich viel von Envi halten, das sie sovieles für ihn und somit auch für sie tat. Auch sie bedankte sich und begriff es noch immer nicht ganz das sich nun wirklich alles zum Guten wandelte.

Doch wie würde der Liebste reagieren wenn sie ihm erst alles erzählt hatte? Immer deutlicher erinnerte sie sich und auch die Gesichter, die vorher noch im Dunkel verschwammen, traten nun deutlicher zutage.

Wieder schüttelte sie ihre Gedanken ab, schaute bei den folgenden Worten forschend auf ihren Mann. Wieviel wusste die Königin über ihren Vasallen? Rouvena wusste das er hier nicht erkannt sein wollte, nicht erkannt sein durfte, doch war es ihm wirklich gelungen seine Identität geheimzuhalten? Als er damals zurückkam aus seiner Heimat war er verändert gewesen, seine ganze Haltung mehr König wie Krieger .... an diesem Punkt ihrer Überlegungen wurde sie unterbrochen, da McRyan sich verabschiedete und versprach alles in die Wege zu leiten.
Ich danke euch.... lächelte sie ein wenig gezwunden und sah ihm nach, dann zu dem Liebsten.

Warum tut sie das alles für uns Envi... nicht einmal Corum war so grosszügig und er war ein guter König. Und mich....mich kennt sie doch noch nicht einmal.
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Fr 2 Jul 2010 - 4:05

Corum war ein typischer Kelte ... , sagte Envi leise und blickte dabei aus einem der staubigen Fenster hinauf zur Burg, ... ein wahrer keltischer Krieger, stolz, seinen Traditionen und Riten verbunden. Und er hatte ein Herz aus Stahl, dass keinerlei Gefühle zeigte oder zuliess. Dennoch ... er war ein guter König, der sein Volk weise führte. Nach einer Weile fügte er etwas traurig hinzu, ... es war eine Ehre für mich unter ihm dienen zu dürfen und für Tara zu kämpfen. Wie einst in den Tagen von Ecthelion in Minas Tirith oder in den Tagen von Thengel, dem König der Mark.

Sein Blick fiel auf Rouvena und seine Augen vermochten die Traurigkeit, die sich in seine Stimme schlich, nicht verbergen zu können. Wie viele Kriege würde er noch ertragen können, wie viele gute Könige sterben sehen ?
Dieser Flecken Erde, in dem er nun lebte, schien ruhig zu sein und Feinde weit entfernt. Er hatte der Königin die Treue geschworen als er in dieser Stadt ankam, wie einst Ecthelion, Thengel und auch Corum. Und dennoch stand sein grösster Krieg noch vor ihm ... eines Tages in seiner Heimat.

Envi war es allmählich leid zu kämpfen, egal ob für einen König oder um endlich ein ruhiges Leben führen zu können, ein Leben mit seiner geliebten Frau und seinem Sohn. Langsam ging er auf Rouvena zu und nahm sie wortlos in seine Arme. Sie endlich wieder bei sich zu haben, ihre Nähe fühlen zu können bedeutete ihm alles auf der Welt obwohl ihn seit Wochen die Sehnsucht nach seiner Heimat wieder überkam. Und nun da er seine Familie wieder gefunden hatte wurde diese Sehnsucht immer grösser.

Papa ?, drang es leise an sein Ohr und er blickte auf. Tarciryan stand in seiner Nähe und sah ihn ruhig an. Langsam entliess er Rouvena aus seinen Armen und ging vor seinem Sohn auf die Knie. Aye, mein Sohn ?, Envi sah ihm in die Augen, Papa, du willst nach Hause... , kam es sicher über die Lippen des Jungen. Envi sah ihn erstaunt an, woher konnte er es wissen ? Hier ist nicht Hause ..., sprach Tarciryan weiter, ... Hause weit weg, Hause von Papa und Mama. Envi griff nach den Schultern seines Sohnes. Woher weisst du das mein Sohn ? Hat dir deine Mama davon erzählt ? Der kleine Junge schüttelte den Kopf, zog langsam die kleine Kette aus seinem Kragen und zeigte seinem Vater das Bruchstück des grünen Steines, den er um seinen Hals trug. Stein hat gesagt ..., sagte er leise, ... Stein sagt irgendwann Tarciryan nach Hause gehen. Wann ist irgendwann Papa ?

Sprachlos sah Envi seinen Sohn an und schluckte. Davon darfst nie jemandem etwas erzählen mein Sohn, hörst du ? Niemandem, vor allem nicht in dieser Stadt. Du ... du ... bist weder ein Schotte noch ein Kelte, du .. trägst elbisches Blut in dir und somit Gaben, die in diesem Land niemand wirklich verstehen könnte. Tarciryan nickte wortlos, sah am Rücken seines Vaters entlang und zog den Dolch, den Envi immer bei sich trug, aus der Scheide. Für den kleinen Jungen war es beinahe wie ein Schwert aber er sah es lange an und schien die Zeichen zu mustern, die darauf eingraviert waren. Hiro hyn hîdh ab 'wanath ... lasst sie Frieden finden nach ihrem Tod ... Ae ú-esteliach nad, estelio han*, Papa.

Envi nahm seinem Sohn langsam und vorsichtig den Dolch aus den kleinen Händen und sah ihn weiterhin erstaunt an. Nachdem er den Dolch wieder verstaut hatte nahm er den Jungen in seine Arme und leise rannen die Tränen über seine Wangen. Nachdem er Rouvena verloren hatte kamen Zweifel in ihm hoch, nächtelang quälten ihn Träume, die seine Zweifel immer wieder anstachelten ... hatte er wirklich die Erfüllung seiner Prophezeiung gefunden ? War Rouvena wirklich die Frau nach der er suchen musste oder hatte er sie in Gestalt von Elfi in Tara zurück gelassen ? Nun hatte er die Klarheit endlich wieder, nur das Kind aus der Erfüllung konnte diese Gaben vorweisen. Eines verspreche ich dir Tarciryan, nichts ... niemand wird uns wieder trennen können, ich werde es nie wieder zulassen, dass man dich mir weg nimmt. Auch nicht die Gefahren, die eines Tages auf unserem Heimweg liegen werden uns trennen. Das schwöre ich dir mein Sohn.

*wenn du nichts vertraust, vertraue diesem...

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Fr 2 Jul 2010 - 14:28

Nun gehe noch ein bisschen im Garten spielen, sagte Envi zu seinem Sohn, ich muss noch mit deiner Mama reden. Liebevoll strich er dem Jungen über den Kopf. Tarciryan gab seinem Papa einen kleinen Kuss und rannte durch die offene Hintertür hinaus in den Garten. Lächelnd sah ihm Envi nach und erhob sich langsam wobei sein Blick über die Schulter auf Rouvena fiel. Du kannst es auch nicht verstehen weshalb die Königin uns gegenüber derartig grosszügig ist Rouvena. Das war bevor du hier angekommen bist.

Ich kam vor ein paar Monaten hier in dieser Stadt an, immer noch auf der Suche nach dir und dem Jungen. Eigentlich sollte es nur eine weitere Station meiner Suche werden aber bei meiner Ankunft begegnete ich der Königin. Damals richtete sich die Stadt gerade auf einen Angriff ein, Abtrünnige der Krone, die durch die Lande streifen, rauben, morden ... und es hiess das diese Stadt ihr nächstes Ziel sein würde. Als ich auf den Marktplatz kam herrschte ein heilloses Durcheinander das Nata versuchte zu ordnen. Sie musterte mich und trotz ihres doch noch jungen Alters bemerkte sie sofort, dass ich ein gutes Schwert trage. Daraufhin bat sie mich zu bleiben und ihr im Kampf zu helfen. Ich würde es nicht bereuen waren ihre Worte und sie hielt ihr Wort. Die Abtrünnigen standen ein paar Tage später vor der Stadt und was soll ich sagen Rouvena ... wir konnten den Angriff erfolgreich abwehren. Viele dieser Angreifer bekamen die Klinge von Anduril zu spüren und es überlebte keiner. All meine Wut, meine Verzweiflung, meine Trauer lagen in den Schwerthieben, die ich führte ... ich sah in ihnen keine Menschen sondern Orks.


Envi wandte sich ab, noch nie hatte er über seine Gefühle in diesem Kampf mit irgendjemanden gesprochen. Für viele in der Stadt wurde er zu einem Helden, der er nicht sein wollte. Sein ganzes Leben lang kämpfte er für die Gerechtigkeit, jedoch immer mit kühlen Kopf und überlegt. Doch bei diesem Kampf war es völlig anders. Envi liess zu das seine Gefühle das Kampfgeschehen beeinflussten und es machte ihn verwundbar. Völlig ausgebrannt, erschöpft und mit zahlreichen Verletzungen übersäht brachte man ihn nach dem Kampf auf die Burg, wo er, wie einst in Tara, tagelang in Fieberträumen lag. Nata hatte die besten Heiler ihres Reiches kommen lassen damit sie ihn gesund pflegten. Ausser der Königin wusste jedoch niemand um die heilenden Kräfte seines Elbensteines, der eines Abends wieder hell erstrahlte als Nata bei ihm war. Sie alleine wusste, dass Envi kein normaler Mensch war und sie schwieg über das was er in seinen Träumen sagte.

Wieder an Rouvena gewandt fuhr er fort: Ich wollte in diesem Kampf sterben Rouvena doch du weisst, dass ich es in diesen Landen nicht kann. Mein Stein bewahrt mich davor. Ich sah keine Hoffnung mehr, dich und den Jungen zu finden, jemals wieder nach Hause zu kommen da die Prophezeiung nicht in Erfüllung gehen konnte. Noch nie war ich dermassen ohne einen Funken Hoffnung aber Nata überredete mich, nachdem sie mich gesund gepflegt hatte, hier zu bleiben und ein neues Leben zu beginnen. Ich bekam das kleine Haus in der Stadt und begann langsam wieder was ich auch in Tara getan hatte. Irgendwann hatte ich mich damit abgefunden dieses neue Leben zu akzeptieren. Ein Leben als einsamer Mann...

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Fr 2 Jul 2010 - 15:49

Er sah sie an als er zu sprechen begann und die tiefe Traurigkeit, die unausgesprochene Sehnsucht in diesem Blick schmerzte sie tief. Wortlos schloss er, der doch ihr ganzes Leben war, sie in die Arme und ebenso schweigend schmiegte sie sich hinein, versuchte ihm Trost und Zuversicht zu geben, durch ihre Nähe. Zu genau wusste sie woher diese Traurigkeit stammte.

Papa? leise fragend klang die ruhige Stimme des Sohnes auf, lies sie langsam sich lösen und Envi vor ihm auf die Knie gehn. Fassungslos beinah starrte sie aus grossen Augen den Sohn an, als dieser zu sprechen begann, und was er sagte war keine Frage mehr, es war eine Feststellung von Dingen über die er nichts wissen konnte.
Ihr Blick fiel auf das Stück des Elbensteines, sollte der Junge ebenso wie sein Vater diese Fähigkeit haben das der Stein zu ihm sprach? Und woher kannte er die Sprache der Elben, wieso konnte er sie lesen? Niemand hatte dem 3 jährigen diese Dinge beigebracht.

Langsam sank nun auch sie auf die Knie, verwirrt wie damals als sie erkennen musste welcher Abstammung sie war...auch wenn sie bis heute noch nicht alles klar sah.
Tarciryan...Schatz ..wann....wann hat der Stein dir das gesagt? Du hast es mir ja gar nicht erzählt.

Ging nicht....kam die Antwort des Kindes ...war eben... Rouvena nickte nur, sprechen konnte sie gerade nicht, und erhob sich wieder, strich dem Bub sanft über die Haare, der gleich darauf nach Envis Aufforderung in den Garten lief.

Erneut traf der Blick des geliebten Mannes den ihren als nun er zu erzählen begann, von seiner Ankunft hier, von dem Krieg gleich darauf. Von den Gefühlen die sich seiner bemächtigen während des Kampfes, ihn der immer ruhig und besonnen kämpfte. Von den Stunden danach in denen er verletzt darniederlag und davon das die Königin wusste....

Rouvena trat langsam hinter ihn als er sich abwandte, schlang die Arme um seine Mitte und legte den Kopf an seinen Rücken. Eine Weile standen sie schweigend, bevor er sich ihr wieder zuwandte und weitersprach, und als er nun endete herrschte lange Zeit Stille. Ihre Hand tastete nach der Kette mit dem Stein.

Ich danke den Valar, das es diesen Stein gibt, der dich nicht sterben lässt. Ich danke ihnen das sie uns wieder vereinten. Ich hätte deinen Tod nicht überlebt. Und ich danke dir, für deine Offenheit, für deine Liebe die noch immer mir gehört.

Mehr Worte bedurfte es nicht, nicht in diesem Moment.
Lass uns gehn Liebster, es gibt noch soviel zu tun. Ich muss meine Sachen aus der Höhle holen, wir müssen deine Packen zumindest das nötigste. Lass uns heute abend reden in aller Ruhe.

Liebevoll lächelte sie ihn an, strich ihm sanft eine Haarstähne aus der Stirn.


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:14 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Sa 3 Jul 2010 - 2:35

Was für eine Frau hatten ihm die Valar gegeben ? Darauf gab es nur eine Antwort, die Erfüllung seiner Träume und Wünsche, seine Fahrkarte in die Heimat, sein wahres Glück, dass hoffentlich bis an sein Lebensende andauern würde. Seit unseren letzten Tagen in Tara gehört meine Liebe dir Rouvena, keiner anderen Frau ... nur dir. Daran hätte sie nie etwas geändert, selbst wenn ich dich nicht wieder gefunden hätte. Ich war ein Narr die Hoffnung zu verlieren.
Mit einem sanften Kuss auf ihre Stirn wandte er sich ab und ging zur Hintertür. Dort im Garten sprang der kleine Junge durch das hohe Gras und Envi sah ihm eine Weile zu wie er unbeschwert, nichts ahnend von allem was in dieser Welt vor sich ging, einem Schmetterling hinterher rannte. Tarciryan .., rief er nun dem Kind zu und der Junge kam sogleich zu seinem Vater gerannt. Envi nahm ihn auf seinen Arm und sagte leise, Nai tiruvantel ar varyuvantel i Valar tielyanna nu vilya.*
Tarciryan nickte und sein Gesichtsausdruck verriet Envi, dass er ihn verstanden hatte. Hannon le**, antwortete das Kind und schlang die kleinen Arme um Envis Kopf.

Lass uns aufbrechen Rouvena, uns bleibt nicht mehr sehr viel Zeit, vor allem wenn du noch in die Höhe zurück möchtest um deine Habe zu holen. Meine Habseeligkeiten sind schnell gepackt, ich besitze nicht mehr sehr viel und bin nur mit wenig seinerzeit von Tara aufgebrochen. Alles was mir blieb ist in der kleinen Holztruhe neben meinem Lager auf dem Dachboden. Der Rest kann in der Schmiede bleiben da ich sie ja behalten werde.

Papa ... Markt ... Holzpferd .., drang es protestierend an Envis Ohr. Hm, du meinst wir müssten auch noch auf dem Markt vorbei schauen Tarciryan ?, der Junge nickte heftig auf die Frage seines Vaters. Envi wandte sich an seine geliebte Frau, Hast du genügend Taschen oder ähnliches in der Höhle um alles zu verstauen oder sollen wir noch etwas besorgen ? Nun ja, ... weil ... wir sollten noch kurz auf den Markt ... weisst du, Tarciryan und ich. Breit grinsend sah er Rouvena an und sein Grinsen schien sich im Gesicht des Jungen zu spiegeln.


*Mögen die Valar dich auf deinem Pfad unter dem Himmel beschützen.
** Danke

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Sa 3 Jul 2010 - 18:40

Sinnend sah sie ihm einen Augenblick nach, als er sich mit einem sanften Kuss auf ihre Stirn abwandte um in den Garten hinauszugehn. Langsam nur folgte sie, fragte sich erneut wie es zum zweiten Mal hatte geschehen können das sie ihr Leben so vollständig vergass, die Erinnerung verlor an ihn der doch die Liebe ihres Lebens war. Hatte sie nicht Tag für Tag sein Ebenbild in Miniaturform vor Augen gehabt?

Ein Blick voller Liebe umfasste den Mann der soeben seinen....ihren Sohn wieder auf den Arm nahm. Sie verstand weder die leisen Worte die Envi dem Kleinen zuflüsterte noch die Antwort des Knirpses, doch selbst wenn, sie hätte sich nicht mehr gewundert.

Ich werd die Sachen holen müssen Liebster...lächelte sie als er zum Aufbruch mahnte, ...ich kann schlecht ständig in den gleichen Sachen herumlaufen. Wissend grinste sie, konnten die beiden ihren Grund unbedingt noch auf den Markt zu müssen, doch vor ihr nicht verbergen. Resigniert lächelnd widersprach sie nicht, wusste, das sie gegen ihre Männer keine Chance hatte. Kurz überlegte sie dann hatte sie ihren Entschluss gefasst.

Ihr zwei, wie wäre es wenn ihr schon mal zum Markt geht? Von hier aus zur Höhle ist es nicht weit und ich könnte schnell allein hin. Es ist nicht viel was ich habe und es paast alles in die Tasche die ich noch dort habe.

Sie sah es schon bei ihren ersten Worten das er widersprechen wollte, legte ihm bittend die Hand auf den Mund.

Bitte Envi, lass mich, ich möchte....ich muss eine Weile allein sein.Die Erinnerung ....es ist alles wieder da ...verstehst du? Ich muss mich damit auseinandersetzen....Bitte! Ich bleib nicht lange ...ich verspreche es.


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   So 4 Jul 2010 - 3:21

Bevor er ein Wort sagen konnte hatte er schon Rouvenas Fingern auf seinen Lippen und seufzend, jedoch mit einem strengen Blick, sagte er vorsichtig: Aye, das verstehe ich Rouvena, aber bitte bleibe nicht zu lange weg und .. und ... , Envi sah von ihr zu seinem Sohn auf seinem Arm, ... ich möchte keinen von euch beiden noch einmal verlieren, bitte ... wenn du Hilfe benötigst dann schreie so laut du kannst. In diesem Land hört man Rufe über weite Strecken hinweg. Und sollte die Tasche zu schwer für dich sein dann komme erst einmal ohne sie zurück. Ich kann sie dann später mit Brégo abholen.

Sanft legte er ihre Wange in seine Hand und küsste sie mit all seiner Liebe und Zärtlichkeit um ihr stumm zu zeigen wie viel ihm an ihr lag und damit sie sich wirklich beeilen sollte. Wir treffen uns dann in der Schmiede, einverstanden ? Dort werden wir auf dich warten. Noch einmal drückte Envi seine geliebte Frau kurz an sich und verliess dann mit Tarciryan, der lachend seiner Mama winkte, ihr neues Zuhause.

Also gut junger Mann, sagte er nun wieder fröhlich zu seinem Sohn, du bist alt genug um auf deinen eigenen Beinen zu laufen, zudem wolltest du mir den Weg zum Marktplatz zeigen, erinnerst du dich ? Envi stellte das Kind auf den Feldweg und Tarciryan rannte so schnell ihn seine kleinen Beine trugen auf die Stadt zu. Nach ein paar Metern blieb er stehen und drehte sich lachend zu seinem Vater um. Fang mich doch ..., rief er strahlend und rannte sogleich weiter. Grinsend begann nun auch Envi zu rennen und kurze Zeit darauf hatte er seinen Sohn eingeholt. Immer wieder spielten sie nun dieses kleine Spiel bis sie zu einer Gabelung von drei Gassen kamen. Tarciryan blieb stehen und überlegte. Nach einer Weile sah er zu seinem Vater hoch und es war ihm deutlich anzusehen, dass er hier nun nicht mehr weiter wusste. Traurig blieben seine Augen auf Envi haften, nun würde er kein kleines Holzpferd bekommen da sein Vater es ihm nur versprochen hatte wenn er den Weg alleine zum Markt finden würde.

Envi versuchte sich nichts anmerken zu lassen und nickte kaum bemerkbar mit seinem Kopf nach rechts worauf das Kind wieder zu strahlen begann und dem heimlichen Wink folgte. Es dauerte nicht lange und sie hatten das Ende der Gasse erreicht und somit auch den Marktplatz. Tarciryan, komm an meine Hand wenn wir über den Markt gehen, rief ihn Envi zurück, da der Junge schon auf den Stand mit den kleinen Holzfiguren zulaufen wollte. Aber er folgte sofort seinem Vater und gemeinsam suchten sie nun den Holzschnitzer auf. Die Augen des Kindes bekamen einen besonderen Glanz beim Anblick all der Spielsachen, die dort ausgestellt waren und letztendlich kaufte ihm Envi nicht nur ein Holzpferdchen sondern eine Reihe von Tieren, die seinem Sohn gut gefielen. Davon erzählen wir deiner Mama aber erst einmal nicht, hörst du..., ermahnte ihn Envi grinsend, als er ihn nun wieder auf seinen Arm genommen hatte und der Junge voller Stolz den kleinen Leinenbeutel trug, in dem seine neuen Schätze waren.

Nachdem sie noch beim Bäcker frisches Brot, bei einem Metzger verschiedene Wurstwaren und bei einem Bauern Obst, Gemüse und Ziegenkäse gekauft hatten, machten sie sich auf den kurzen Weg zurück in die Schmiede. Ein kurzer Blick in den offenen Raum verriet Envi das Rouvena noch nicht zurück war. Er stellte die Beutel auf einen der Arbeitstische und kletterte auf den Dachboden. Um seinen Sohn musste er sich keine Gedanken machen, er war in sein Spiel mit den neuen Figuren vertieft, die er auf dem Boden des Arbeitsraumes gleich nach ihrer Ankunft ausgebreitet hatte. Es dauerte nicht lange bis Envi all seine Habseeligkeiten in die kleine Holzkiste gepackt hatte und damit nun wieder nach unten kam. Von Rouvena war noch immer nichts zu sehen und er begann sich Sorgen zu machen.

Nun auf sie warten zu müssen, nachdem er sie endlich wieder hatte liess ihn nervös werden. Sorgenfalten breiteten sich auf seiner Stirn und er ging aufgeregt in seiner Schmiede auf und ab. Nach einer Weile sagte er zu Tarciryan: Packe bitte deine Figuren wieder in den Beutel, wir holen Brégo aus dem Stall und reiten deiner Mama ein Stück entgegen. Der kleine Junge nickte und stand gleich darauf bei seinem Vater, die Figuren lagen natürlich noch alle auf dem Boden verstreut. Envi sah ihn musternd an worauf das Kind nur grinste, sich umdrehte und in windeseile alles zusammen packte. Das gefällt mir schon besser..., lächelte ihn Envi an und sie verliessen die Schmiede in Richtung der Stallungen.

Brégo wieherte freudig als er seinen Herrn sah und liess sich ohne weiteres den Sattel anlegen. Envi hob seinen Sohn auf das grosse Pferd und stieg dann selbst auf, worauf er das Kind vor sich nahm. Halte dich gut fest Tarciryan.., und im gleichen Moment trabten sie schon aus dem Stall. Rouvenas letzte Worte gingen nun Envi wieder durch den Kopf und er musste sich beherrschen nicht im Galopp auf die Höhle zu zureiten sondern Brégo in seinem ruhigen Trab zu halten. Sie hatten die Stadt verlassen und waren nun wieder auf dem Feldweg zu ihrem neuen Haus als Envi dort ein paar Männer heraus kommen sah, die verschiedenes Baumaterial von einem Karren luden. Sie grüssten ihn freundlich und einer der Männer rief ihm zu, dass es nicht lange dauern würde bis sie alle Schäden repariert hätten. Envi nickte ihnen freundlich zu und sie setzen ihren Weg in Richtung der Höhle fort. Die Höhle war wirklich nicht sehr weit von ihrem neuen Zuhause entfernt doch auf dem ganzen Weg dorthin sah er keine Spur von Rouvena. Als sie endlich dort angekommen waren stieg er ab und bat Tarciryan auf dem Pferd zu bleiben bis er zurück kam. Brégo flüsterter er zu, dass er gut auf den Jungen aufpassen sollte und bei Gefahr das Kind in Sicherheit bringen sollte.

Vorsichtig betrat Envi nun die Höhle ... Rouvena ?

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   So 4 Jul 2010 - 11:51

Sie spürte die tiefe Angst sie erneut zu verlieren in seinen Worten, sah die Sorge in seinem Blick, die sich hinter der Strenge verbarg. Kurz schmiegte sich ihre Wange in seine Hand, voller Liebe erwiderte sie den Kuss des Liebsten.
Sorg dich dich nicht.. ich bin bald zurück.. Sanft glitten ihre Finger über sein Gesicht, zärtlich strich sie dem Jungen übers Haar. Und du sei brav und ärgere deinen Papa nicht. Ich beeile mich.

Mit raschen Schritten strebte sie der Höhle zu, die sie und Tarciryan einige Tage beherbergt hatte, den Kopf voll mit all den Erinnerungen, böse Erinnerungen ebenso wie die schönen, glücklichen. Mit Macht waren sie über sie hereingebrochen, vorhin im Haus ohne das sie hätte sagen können was nun der Auslöser dafür gewesen war.

Schnell hatte sie ihre wenigen Habseligkeiten zusammengepackt, dann liess sie sich auf einem der grossen Steine nieder. Die Höhle verschwamm vor ihren Blicken, sie sah sich wieder bei Nacht und Nebel aus ihrem Dorf fliehen, das Brandmal auf ihrer Schulter brannte wie Feuer. Der letzte Blick galt dem Scheiterhaufen der auf sein Opfer wartete....auf sie. Alles war wieder da bis ins kleinste Detail, ihre Ankunft in Tara, voller Angst, Hass und Misstrauen war sie gewesen. Kurz darauf die Heilung der fremden, keltischen Kriegerin, und er, der ihr anschliessend sein Schwert bot und schwor sie zu schützen. Erneut erlebte sie wie sie sich langsam in jene Gemeinschaft fügte, die nicht gleich alles verdammte was "anders" war.

Samhain...die Nacht am See in der ihre Mauer fiel, die Verzweiflung und der Schmerz danach, verursacht durch das Wissen das die Liebe, welche wie ein zartes Pflänzchen in ihrem Herzen wuchs keine Zukunft hatte....haben durfte, denn da war die andere und sie hatte sein Wort. Freunde wurden sie, Envi, Elfi und sie, Rouvena bis....ja bis sie wusste das jene Nacht nicht ohne Folgen geblieben war. Ihr Rückzug auf die Insel, wie er sie fand in den Wehen liegend, sich danach endlich eingestehend das einer ohne den anderen nicht mehr sein konnte.

All das flog in Windeseile durch ihren Kopf und sie merkte kaum wie die Zeit verging. Was folgte damals waren Elfis Wut und Enttäuschung nach der Geburt ihres Sohnes, Envis Flucht nach Hause und endlich ...endlich das Glück als er zurückkam. Nur wenige Tage waren ihnen vergönnt. Auf dem Weg zu seinem Stollen wurde sie niedergeschlagen, verschleppt.
Was bisher nur durch ihre Alpträume geisterte, sah sie nun so klar und deutlich vor sich als wäre es gestern erst gewesen.
Als sie zu sich kam irgendwo im Wald, grinste sie ein Gesicht an, eines das sie kannte, gut kannte denn ihm verdankte sie das Mal auf ihrer Schulter. Nur einmal sprach er.
Nun bezahlst du, du kleine Hexe....waren die einzigen Worte die über seine Lippen kamen, bevor er seinen Spiessgesellen ein Zeichen gab. Sie hatte kein Chance den Griffen der drei Männer zu entgehen, die sie packten und am Boden hielten. Mit brutaler Gewalt zwangen sie ihre Schenkel auseinander und.....

Hier weigerte sich der Verstand die Erinnerung weiter aufleben zu lassen, ein leises Wimmern drang über Rouvenas Lippen.
Sie sprang auf als sie ein Geräusch am Höhleneingang vernahm, hörte ein Rufen und sah die Gestalt die sich dunkel vor dem hellen Hintergrund abzeichnete. Blankes Entsetzen im Blick wich sie zurück bis an die Wand und als zwei Hände nach ihr griffen stiess sie ihn heftig zurück.

NEIN!!!

Erst jetzt erkannte sie sie ihn und schluchzend schlug sie die Hände vors Gesicht. Verzeih...bitte verzeih... kam es stammelnd über die Lippen und mit tränennassen Augen sah sie in das Gesicht ihres Mannes.


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:17 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mo 5 Jul 2010 - 13:58

Rouvena ?, hallte leise sein Rufen in die Höhle hinein, zurück kam ein leises schluchzen seiner Geliebten und Envi begriff sofort, dass etwas nicht in Ordnung war. Vorsichtig ging er in die Höhle und sah Rouvena an einer der Wände stehen mit einem entsetzten und völlig verwirrtem Gesichtausdruck und Tränen rannen unaufhaltsam über ihre Wange. Als er sie nun behutsam in seine Arme nehmen wollte stiess sie ich mit all ihrer Kraft zurück worauf es ihn an die gegenüberliegende Wand warf. Sie war nicht sie selbst in diesem Moment und Envi erkannte es sofort. Mit aller Vorsicht versuchte er sich ihr erneut zu näheren und dieses Mal liess sie es zu, dass er sie in die Arme nehmen konnte um sie zu trösten, um ihr das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben.

Endlose Minuten hielt Envi seine geliebte Frau nur in seinen Armen, strich ihr immer wieder sanft über den Kopf und liess sie all ihren Kummer und ihren Schmerz in Form von Tränen von sich geben. Was musste sie erlebt haben, kam ihm in den Sinn, dass sie nun wieder derartig ängstlich wurde. Er holte tief Luft und all seine Konzentration galt nun Rouvena wie er allmählich zu ihren Gefühlen vordrang, vorsichtig und behutsam.

Die Wächterin empfing ihn wieder. Stolz stand sie vor der Mauer, wie auch schon damals. Aber sie liess ihn dieses Mal ohne ein Wort passieren. Die Mauer verschwand und Bäume ersetzten das Bild. Ein Wald voller Bäume. Envi erkannte diesen Wald, konnte beinahe den vertrauten Geruch riechen, den es nur im Wald von Tara gab. Schreie durch drangen das Unterholz und er ging langsam auf sie zu. Das leise Wimmern eines Kindes drang an sein Ohr und gleich darauf verstummte es. Envi begann zu rennen als er die Stimme der Schreie und das Wimmern erkannte und kam sogleich zu einer kleinen Lichtung auf der drei Männer um eine am Boden liegende Frau knieten. Hilflos musste er mit ansehen was sie mit ihr taten, wie sie ein um das andere Mal von diesen Männern genommen wurde bis sie reglos am Boden liegen blieb. NEEIIIIIIIIIINNN, schrie er in die Stille des Waldes hinein, doch niemand konnte ihn hören. Die Bilder verschwammen vor seinen Augen und er löste die Verbindung.

Unendliche Wut kochte in Envi hoch, er hatte sich die Gesichter dieser Männer eingeprägt und er würde sie jagen und für ihre Taten bestrafen, dies schwor er sich selbst. Rouvena, mein Abendstern.... beruhige dich bitte. Niemand kann dir das jemals wieder antun, niemals. Dafür werde ich sorgen. Lass uns nun zurück kehren in die Burg, dort bist du wirklich in Sicherheit. Wir haben etwas zum Abendessen besorgt. Sobald wir im Gästehaus sind essen wir eine Kleinigkeit und dann ruhst du dich aus. Es war ein langer Tag ... vor allem für dich. Envi versuchte all seine Liebe in seine Worte zu legen und hielt sie noch immer in seinen Armen. Wenn du nachher darüber reden möchtest höre ich dir zu.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mo 5 Jul 2010 - 15:06

Schluchzend und zitternd klammerte sie sich an ihn, lies es zu das er ihre innere Mauer überwand. Haltsuchend drängte sie sich an ihn, in den Schutz seiner Arme, seiner Wärme. Langsam nur verebbten die Tränen, lies das Beben des immer noch zierlichen Körpers nach und noch immer hatte sie kein Wort gesagt.
Zögernd nur löste sie sich, jedoch ohne ihn gänzlich los zu lassen, hielt die Verbindung indem sie nach seiner Hand fasste und diese mit festem Griff umklammerte. Die linke griff nach ihrer Tasche, hob sie auf.

Wo ist Tarciryan? Dünn klang die Stimme, fast ein wenig teilnahmslos und noch immer wich sie seinem Blick aus, verlegen sah sie an ihm vorbei, wusste sie doch genau was er sah als er in ihren Erinnerungen forschte.
Leicht schwankte sie, fing sich wieder und erneut begann sie leicht zu zittern.

Bring mich weg hier Envi....bring mich heim...lass mich nicht allein.

Polternd fiel die Tasche zu Boden, ängstlich forschend hob sich der Blick bohrte sich in seinen.

Wirst du ...mich nun noch lieben Envi? Kannst du mich noch umarmen und küssen ohne all das zu sehen? Kannst du vergessen das sie sich nahmen was immer nur dir gehörte?

Wieder glitt ihr Blick davon, richtete sich in unbekannte Fernen.



Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mo 5 Jul 2010 - 16:14

Envi nahm ihre Tasche auf. Seine freie Hand legte er um ihre Schultern um sie zu stützen und gleichzeitig ihr das Gefühl seiner Nähe geben zu können. Rouvena, mein Abendstern, sieh mich an. Bitte. Meine Liebe gehört dir ... auf immer und ich möchte keine andere Frau lieben wie nur dich. Mit dir möchte ich alt werden, dich jeden Tag in meinen Armen halten können und dich zu küssen wann immer mir danach ist... und das wird sicherlich sehr oft sein. Er neigte seinen Kopf zu dem ihren und gab ihr einen zärtlichen Kuss. Nur eines werde ich nicht vergessen können bis diese Tat gesühnt ist. Die Gesichter dieser Barbaren, die dir das angetan haben. Langsam führte er sie zum Höhlenausgang zurück zu Brégo und Tarciryan.

Kaum waren sie dort angelangt sahen sie auch schon wie der kleine Junge vergnügt auf dem stolzen Ross herum hüpfte. Envi verstaute die Tasche am Sattel und flüsterte Brégo leise Hannon le zu. Er wandte sich wieder seiner geliebten Frau zu, strich ihr sanft die letzten Tränen aus dem Gesicht und half ihr in den Sattel. Envi selbst nahm die Zügel und führte sein Pferd langsam den kleinen Anhang hinunter und zurück in die Stadt. Tarciryan schwieg eine Weile auf dem Weg bis er plötzlich sich umwandte und mit besorgtem Gesicht seine Mama ansah. Mama nicht traurig sein ... Papa wieder da..., versuchte er sie auf seine Weise aufzumuntern.

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mo 5 Jul 2010 - 18:00

Ein leichtes Flackern im Blick sah sie ihn an, versteifte sich einen kurzen Augenblich als er sie küsste, doch erkannten ihre Lippen die seinen und schmiegten sich nach kurzem Zögern dagegen.
Schweigend liess sie sich von ihm führen, erschöpft und unendlich müde. Etwas mühsam lächelte sie ihrem Sohn zu, liess sich von Envi in den Sattel heben und schloss das Kind sofort in die Arme. Tarciryan so fest im Arm haltend beruhigte sie sich ganz langsam, gelang es ihr die Tränen zurückzuhalten um den Jungen nicht noch mehr zu verunsichern.
Sah sie doch den ernsten, besorgten Blick mit dem er sie musterte.

Etwas wie ein leichter Hoffnungsschimmer flog über ihr Gesicht bei den tröstenden Worten des Kindes und liebevoll drückte sie es an sich.
Ja Tarciryan, der Papa ist wieder da..und wir weden ihn nie mehr verlassen....Wir haben ihn doch so lieb nicht wahr. Ein kurzer, liebevoller Blick streifte den geliebten Mann der Brego am Zügel führte, ihn zurück Richtung Stadt lenkte.
Ernsthaft nickte der Junge. Ganz toll viel lieb......


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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mo 5 Jul 2010 - 20:36

Schmunzelnd über die Konversation zwischen Rouvena und ihrem Sohn führte Envi das Pferd mit den beiden nun weiter auf die Stadt zu, dieses Mal nahm er jedoch den Weg querfeld ein. Auf einer Kuppe in der Landschaft blieb er stehen. Von hier hatte man einen wunderschönen Überblick über die Stadt und die Umgebung. Das ist nun unser Zuhause ..., sagte er mit zufriedener Stimme und sah die beiden an. Dort unten ist unser neues Heim, seht ihr es ? Envi zog seine Pfeife aus der Hosentasche, stopfte sie und bliess kurz darauf genüsslich kleine Rauchringe während Brégo das frische, grüne Gras genoss. Es erinnert mich hier ein bisschen an das Land der Pferdeherren in meiner Heimat. In Rohan gibt es auch diese weiten grünen Flächen und es ist ebenso eben wie hier. Ein paar der Rauchringe trieben in die Richtung von Tarciryan und vergnügt versucht er sie zu fangen. Ich liebe euch auch sehr..., sagte er nun leise, ... ohne euch hatte mein Leben kaum noch einen Sinn. Ich lebte nur noch um zu existieren. Worte wie Glück und Freude gab es in meinem Wortschatz nicht mehr. Nun habe ich mein Glück wieder gefunden... euch beide. Ein liebevolles Lächeln kam in sein Gesicht, etwas das man bei dem Waldläufer lange Zeit nicht mehr sehen konnte.

Eine Weile verblieben sie auf der Kuppe bis Envi sagte: Nun müssen wir aber zurück in die Schmiede, die Sonne geht bald unter und dann werden sie uns abholen. Mit einem Schwung sass er nun hinter Rouvena, direkt auf dem Rücken des Pferdes und flüsterte ihr leise ins Ohr: Ist es für dich in Ordnung oder soll ich lieber wieder voraus laufen ?

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Rouvena

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Mo 5 Jul 2010 - 23:01

Es war ein wirklich schöner Ausblick über das Dorf von dem Hügel aus auf dem Envi eine kleine Pause machte. Eng lagen die Häuser zusammen, zum Rand hin verstreuter und einzelner stehend wie ihr künftiges Heim das von hier aus gut zu erkennen war. Der vertraute Duft der Pfeife stieg ihr in die Nase und ein mattes Lächeln spielte um ihre Lippen bei Tarciryans Versuchen den Rauch zu fangen.

zu Hause ... flüsterte Rouvena und legte ihre Wange sanft auf den Kopf des Sohnes. Ich möchte nach Hause....bald...stockend kam es über die Lippen der jungen Frau deren Blick sich weit in die Ferne richtete. Sie erstarrte als ihr Mann sich hinter sie auf den Pferderücken schwang, nickte aber und entspannte sich ein wenig bei seiner Frage.

Bleib...gab sie ebenso leise, kaum verständlich zurück. ..ich kann nicht ständig vor Berührung davonlaufen ...und ich will es auch nicht....ich will...es wieder zulassen können....bei dir und mit dir vergessen...ich liebe dich doch.....

Erneut schwangen Tränen in ihrer Stimme doch schmiegte sich ihr Rücken sacht an seine Brust.


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:21 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Envinyatar

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 6 Jul 2010 - 13:41

Sanft legte Envi seinen linken Arm um ihren Bauch und hauchte ihr leise ins Ohr: Und das wirst du auch wieder Rouvena ... eines Tages wirst du dich wieder fallen lassen können wie einst in Tara. Ich werde dir dabei helfen soweit du es zulassen kannst und willst. Egal wie lange es dauert.
Nachdem sie einen ebenso sanften Kuss auf die Wange bekommen hatte gab Envi mit den Zügeln Brégo das Zeichen, dass er sich in Bewegung setzen sollte. Doch der Hengst dachte nicht einmal im Traum daran sich von dem frischen, saftigen Grün zu trennen. Brégo ..., sagte Envi deutlicher und der Hengst hob aufmerksam den Kopf. Noch bevor nun Envi noch etwas sagen konnte sagte sein Sohn schon: Mellon nin ... nach Hause ...

Das Pferd schnaubte als wenn es die Worte des Kindes verstanden hätte und trabte ruhig in Richtung der Stadt, zielstrebig auf die Schmiede zu vor der er stehen blieb und seine Reiter absteigen liess. Envi glitt zuerst von seinem Pferd und half Rouvena herunter bevor er die Tasche löste und mit seinem Sohn auf dem Arm in die Schmiede ging. Ich denke, soweit haben wir hier auch alles eingepackt, bis auf die Spielsachen von Tarciryan. Meine kleine Kiste habe ich schon hier unten. Hast du noch etwas auf dem Dachboden, dass du mitnehmen möchtest Rouvena ?, fragte er sie freundlich und sah sie an.

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Rouvena

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BeitragThema: Re: Die Rückkehr von Rouvena   Di 6 Jul 2010 - 14:02

"Wie einst in Tara....." ein leiser, sehnsuchtsvoller Seufzer, stahl sich über ihre Lippen, eine Antwort gab sie jedoch nicht.
Erneut erstaunte sie die Sicherheit mit der Tarciriyan die elbische Sprache gebrauchte, die er doch nie zuvor hörte.
Und noch erstaunter war sie das Brego, der immer seinen eigenen Kopf hatte, darauf reagierte und sich sogleich in Bewegung setzte. Müde lehnte sie sich zurück, schmiegte sich an den Liebsten und schloss die Augen, bis sie vor der Schmiede hielten.

Tarciryan kann seine Sachen schon sehr gut alleine einpacken nicht wahr Liebling? lächelte sie das kind an, das zwar ein wenig brummelnd schaute, dann aber gehorsam nickte. Rouvena sah sich um, prüfend ob aus soweit wirklich alles verpackt war. Dann stieg sie die Leiter zum Boden hinauf. Die Sachen des Jungen hatte sie am gestrigen Tag gar nicht alle ausgepackt, sodas nur das Nachtzeug wieder den Weg in die Tasche fand, die sie anschliessend mit hinunter nahm.

Wir sollten eigentlich alles haben. Und wenn doch etwas vergessen wurde, so ist es ja nicht weit.

stellte sie abschliessend fest und nun erst fiel ihr der neue Leinenbeutel auf, den Tarciryan fest in den Händen hielt.
Was hast du denn da mein Sohn? misstrauisch sah sie von Envi zu Tarciriyan und ihr dämmerte allmählich, das bei dem Marktbesuch wohl etwas mehr herausgekommen war als ein kleines Holzpferdchen.


Zuletzt von Rouvena am Mo 23 Aug 2010 - 13:22 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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